Magazin · Inspiration
Digital Detox am Meer
Sechs Strandhotels, an denen das Abschalten von allein passiert — weil der Ort es übernimmt.
Magazin · Inspiration
Zu zweit, wo es still bleibt — sechs Häuser nur für Erwachsene: kein Kidsclub, keine Animation, kein Beachclub-Trubel. Nur ihr, das Meer und ein Tag, der niemandem sonst gehört.
Magazin·Strandhotels für Paare
Man steigt aus dem Wagen, und es ist der Wind, den man zuerst hört, nicht die Stimmen. Kein Empfangskomitee mit Mikrofon, keine Musik, die vom Pool herüberweht — nur Zikaden, das Meer irgendwo unter einem, und jemand, der leise die Koffer nimmt. Zu zweit steht man da, kurz irritiert von der Stille, und atmet das erste Mal seit Tagen wieder langsam.
Auf der Terrasse dann zwei Liegen, ein Handtuch, das Meer bis zum Horizont. Nebenan niemand, der um den Schatten ringt, kein Animateur, der zum Wasserball ruft. Man legt das Telefon aus der Hand, ohne es sich vorgenommen zu haben, und spürt, wie die Schultern nachgeben.
Der erste Abend ist fast zu ruhig. Unbewusst wartet man auf ein Programm, das nicht kommt — die Ansage, die Show, die Bespaßung. Stattdessen ein Tisch für zwei, Kerzen, das Klirren von Gläsern, und ein Gespräch, das wieder Zeit hat, weil nichts mehr dazwischenfunkt.
Alle sechs Häuser hier sind ausschließlich für Erwachsene — kein Kidsclub, keine Animation, kein Trubel. Ein Ort, der ganz auf Ruhe ausgelegt ist, wirkt zu zweit einfach anders. Sechs Strandhotels für alle, die zu zweit weniger Programm wollen und mehr voneinander.
Can Simoneta steht auf einer Klippe über dem Meer im Osten Mallorcas — der Weg zum Wasser führt über eine Treppe die Felsen hinab, die den Rest der Welt oben zurücklässt. Nur für Erwachsene, nur Ruhe: ein Infinity-Pool zwischen Olivenbäumen, das Meer tief darunter, und Abende, an denen nichts lauter wird als die Grillen.
Auf Cocoa Island wohnt man in einer Wasservilla über der Lagune, eine Treppe führt vom Deck direkt ins Meer. Eine winzige Insel, eine Handvoll Villen, kein Programm — der Tag zu zweit besteht aus Schwimmen, Nichtstun und dem Zusehen, wie die Sonne im Riff versinkt. Ein Ort für zwei, an dem der Rest der Welt sehr weit weg ist.
Hermitage Bay liegt an einer eigenen Bucht im Westen Antiguas, erreichbar über eine kurvige Piste durch den Hügelwald — dann öffnet sich ein weißer Strand, an dem außer den Gästen des Hauses kaum jemand ist. Nur für Erwachsene: ein Cottage über der Bucht, barfuß zum Dinner, abends nichts als die Wellen.
Das Hotel San Cristóbal liegt an einem langen, wilden Pazifikstrand bei Todos Santos in Baja California — mehr entspannter Rückzugsort als Resort, mit einem Hauch mexikanischer Lässigkeit. Nur für Erwachsene, kein Trubel: ein Pool unter Palmen, Hängematten im Schatten, und ein Strand, so weit, dass man zu zweit lange niemandem begegnet.
Pleta de Mar liegt direkt am Wasser bei Canyamel im Nordosten Mallorcas, hinter einem Pinienwald versteckt — ein kleines Haus, nur für Erwachsene, in dem man sich schnell verliert. Man frühstückt mit Blick aufs Meer, schwimmt im Pool über den Klippen und stellt fest, dass zwei Menschen und ein stiller Ort völlig ausreichen.
Dexamenes steht direkt am unverbauten Sandstrand von Kourouta an der West-Peloponnes — ein altes Weingut von 1920, in dem man heute in den rohen Betontanks schläft. Nur für Erwachsene, kein Trubel: Beton, Stahl, Glas und das Ionische Meer vor der Tür. Zu zweit sitzt man abends auf der Terrasse über dem Sand, während die Sonne im Meer versinkt und der lange Strand fast menschenleer daliegt.
Allen sechs gemeinsam: Man reist zu zweit an und merkt nach einem Tag, dass man wieder in den gemeinsamen Rhythmus gefunden hat — nicht, weil ein Programm es vorgab, sondern weil endlich nichts mehr dazwischenkam.