Strandatlas

Magazin · Endless Summer

Wohin im Januar

Drei Küsten für den tiefsten Winter — und die Häuser, die sie am schönsten machen: der Indische Ozean, die Karibik und der südafrikanische Hochsommer im Januar.

Magazin·Wohin im Januar

Der Januar stellt die Frage am dringendsten: wohin, wenn der Winter am tiefsten sitzt? Die Antwort ist bei uns keine Liste von hundert Zielen, sondern eine Handvoll Küsten, an denen jetzt Hochsaison der Sonne ist — verlässlich warm, trocken, weit weg vom Grau.

Wer im Januar ans Meer will, in die Sonne, zum Baden, findet drei Regionen auf ihrem Höhepunkt: den Indischen Ozean, die Karibik und den südafrikanischen Hochsommer. Drei Küsten, drei sehr verschiedene Stimmungen — und für jede die Häuser, die sie am schönsten machen.

Das ist kein Wohin-um-jeden-Preis, sondern der Strandatlas-Blick: nicht das lauteste Ziel, sondern das stillste, schönste. Drei Küsten für die Wintersonne — und wo man an ihnen wohnt.

Indischer Ozean

Wenn eine Region den Januar verkörpert, dann diese. Auf den Malediven steht die Trockenzeit auf ihrem Höhepunkt — spiegelglatte Lagunen, verlässliche Sonne, die klarste Sicht des Jahres. An Sri Lankas Südküste zieht dieselbe Trockenzeit ihre schönste Bahn, und vor Mirissa erreicht die Blauwal-Saison ihren Gipfel. Beides liegt eine kurze Flugstunde auseinander.

Man muss es sich vorstellen: morgens die Stufen der Wasservilla hinab in eine Lagune, so klar, dass der Schatten des Stegs auf dem Sandboden liegt. Ein Boot vor Mirissa, und aus der glatten See hebt sich der größte Rücken der Welt, eine Fontäne, hoch wie ein Haus — dann wieder nur Meer. Abends Kerzenlicht auf der Sandbank, das Wasser warm und schwarz, über allem der Südhimmel.

Karibik

Über dem Atlantik hat sich in der Karibik die Trockenzeit gesetzt: Der Passat weht stetig, der Himmel ist verlässlich blau, das Meer ruhig zwischen den Inseln. Und der große Weihnachtsansturm ist vorbei — der Januar bringt dieselbe Sonne wie der Hochsaison-Februar, nur mit leereren Stränden.

Man geht barfuß über einen Strand, auf dem der eigene Abdruck der erste des Tages ist. Der Passat streicht durch die Palmen, das Wasser schimmert in einem Türkis, das keine Kamera je ganz einfängt. Abends ein Rum, während die Sonne ins Meer sinkt, die Haut noch warm vom Tag — die Karibik, wenn das Fest vorüber und die Ruhe zurück ist.

Südafrika

Und ganz im Süden, wo sich der Kalender umdreht, steht in Südafrika der Hochsommer: lange, helle Tage, warmes Licht über Berg und Bucht, zwei Ozeane an einem Tag. Während Europa fröstelt, sitzt man am Kap bis in den Abend draußen.

Man steht auf dem Tafelberg, und unter einem liegt die Stadt zwischen zwei Meeren, das Licht golden über der Bucht. Später ein leerer Strand im Overberg, nichts als Fynbos, Dünen und die Brandung; ein Glas Wein aus dem Tal nebenan, während die Sonne erst gegen acht ins Meer sinkt. Der Süden im vollen Sommer — großzügig, warm, endlos hell.

Drei Küsten, eine Wahl

Wohin also im Januar? Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, welche Stimmung man sucht. Der Indische Ozean gibt die klarste Sicht und die Wale; die Karibik den stetigen Passat und die Ruhe nach dem Fest; Südafrika den Hochsommer, die langen Tage und das Kap in vollem Licht.

Allen dreien gemein ist die Wintersonne — und dass man sie nicht in einer Bettenburg verbringen muss, sondern in einem Haus, das den Ort trägt. Genau die haben wir für jede Küste gesucht.