Kalkan · Lykische Küste · Türkei
Likya Pavilion
€€€€€€
Haus am Hang über Kalkan, Terrassen über der Bucht — am schönsten im Frühsommer und Frühherbst, wenn die Abende lang und der Ort ruhiger ist.
Magazin · Inspiration
Teil 4 — Kalkan und Kaş: der tiefe lykische Süden, wo antike Felsgräber über dem Wasser stehen und die nächste griechische Insel zum Greifen nah liegt. Der Abschluss der Reihe, in drei Häusern.
Magazin·Stille Buchten der Türkei
Mit Teil 4 erreicht die Reihe ihr Ende — und zugleich den südlichsten, ältesten Abschnitt dieser Küste. Hier wird Lykien am deutlichsten: Kaş ruht auf den Mauern des antiken Antiphellos, mit Felsgräbern über seinen Gassen; die Çukurbağ-Halbinsel greift in klares, tiefes Wasser; und gleich gegenüber, kaum einen Steinwurf über die Meerenge, liegt die griechische Insel Kastellorizo.
Drei Häuser rund um Kalkan und Kaş erzählen diesen Schluss: eines noch einmal über Kalkan, zwei auf der stillen Çukurbağ-Halbinsel. Es ist der Landstrich, in dem Lykien am meisten es selbst ist — mediterranes Licht, tiefes Wasser und Geschichte an jeder Wegbiegung.
Und es ist der Ort, an dem die Türkei Griechenland fast berührt: die Inseln am Horizont, die Sonnenuntergänge über der Meerenge. Ein stimmiger Abschluss für eine Küste, die im Norden windig begann und hier leuchtend und still endet. Vier Etappen, eine Küste — dies ist ihr letztes Kapitel.
Kalkan kennen wir schon — die weiße Stadt über dem Hafen. Doch der Ort hat eine zweite Lage: die Hänge hoch über der Bucht, von denen aus die Dächer wie Stufen zum Wasser fallen und der Blick weit über das Mittelmeer reicht. Wer hier oben wohnt, hat den Trubel der Gassen unter sich und die Weite vor sich.
Genau dort liegt Likya Pavilion — ein Haus am Hang über Kalkan, mit Terrassen, die den Sonnenuntergang über der Bucht einrahmen, und kurzen Wegen hinunter in den Ort und zu den nahen Buchten wie Kaputaş.
Von hier oben gliedert sich der Tag fast von selbst: ein langsamer Morgen auf der Terrasse, der kurze Weg hinunter in die Gassen, ein Bad in der türkisblauen Bucht von Kaputaş am Fuß ihrer langen Treppe. Wer weiter will, erreicht in einer halben Stunde Patara — einen der längsten Sandstrände der Türkei, hinter dem die Ruinen einer antiken lykischen Stadt im Dünensand liegen, der Überlieferung nach der Geburtsort des heiligen Nikolaus.
Ehrlich gesagt: Kalkan ist auch hier oben kein Geheimnis mehr, in der Saison ist der Ort gut gefüllt. Doch die Höhe schafft Abstand — und am Abend, wenn die Lichter angehen und die Hitze weicht, gehört der Blick fast allein der Terrasse.
Eine halbe Stunde weiter östlich liegt Kaş, das auf dem antiken Antiphellos erbaut ist. Die Vergangenheit liegt hier offen zutage: Über den Gassen stehen in den Fels geschlagene lykische Gräber, und mitten in einer Straße ruht ein monumentaler Sarkophag, als wäre er nie weg gewesen. Der Ort selbst ist bewusst klein geblieben — strenge Bauvorschriften haben die großen Hotels ferngehalten —, lebhaft und doch unaufdringlich, mit Boutiquen, Cafés und einem Hafen, an dem Taucher ablegen.
Denn Kaş ist auch ein Tauchplatz von Rang: Vor der Küste fällt das Wasser steil ab, klar und tief, und nach Osten hin liegt bei Kekova eine versunkene lykische Stadt, deren Mauern und Treppen im türkisen Wasser schimmern. Man erreicht sie auf einer Bootsfahrt, die zu den schönsten dieser Küste zählt.
Das Leben spielt sich am Hafen und in den Gassen dahinter ab: Männer spielen Backgammon auf vertäuten Booten, in den Cafés wird Tee gereicht, und in den kleinen Läden findet man eher Handwerk als Souvenirware. Kaş will erkundet, nicht abgehakt werden — gerade weil er sich dem schnellen Tourismus lange entzogen hat.
Über dem Ganzen liegt die Gelassenheit eines Orts, der nie laut werden wollte. Kaş verlangt etwas Mühe — die Hänge sind steil, die Strände meist Kies oder Fels —, schenkt dafür aber eine Echtheit, die weiter westlich seltener geworden ist.
Von Kaş aus greift die Çukurbağ-Halbinsel nach Westen ins Meer, der Bucht von Bucak und der griechischen Insel Kastellorizo zugewandt. Es ist eine ruhige, von Gärten durchzogene Landzunge ohne Sandstrände: Man schwimmt von Plattformen über den Fels hinab ins tiefe, glasklare Wasser. Genau diese Lage — Stadtnähe ohne Stadtlärm — macht die Halbinsel zum Rückzugsort.
Hier liegen gleich zwei Häuser. Peninsula Gardens ist die zurückhaltendere, gartennahe Adresse, Lukka Exclusive die etwas feiner gehaltene — beide mit dem Wasser vor der Tür und dem Blick auf die Inseln im Westen.
Die Halbinsel ist kaum bebaut, von niedrigen Villen und Gärten durchsetzt, und ihre Westseite schaut genau in den Sonnenuntergang. Vom eigenen Steg sind die Bootstouren nach Kekova und in die Buchten ringsum schnell erreicht; ebenso rasch ist man zu Fuß zurück im lebendigen Kaş, ohne dessen Lärm mit nach Hause zu nehmen.
So ehrlich muss man sein: Sandstrände gibt es hier kaum — gebadet wird am Fels und über die Leiter ins Tiefe. Wer dafür tiefes, klares Wasser und Stille sucht, findet auf dieser Halbinsel beides im Überfluss.
Nirgends sonst an dieser Küste ist Griechenland so nah: Vom Hafen von Kaş sind es nur wenige Kilometer und eine kurze Fährfahrt nach Kastellorizo — die Griechen nennen sie Megisti, die Türken Meis —, der östlichsten bewohnten Insel Griechenlands. Abends färbt die Sonne die Meerenge, und die Lichter drüben gehen an, während man an der eigenen Plattform noch im Wasser steht.
Es ist eine alte Verbindung. Lykier, Griechen und Römer haben diese Küste geprägt, und ihre Spuren liegen dicht beieinander — Gräber über Kaş, die versunkene Stadt bei Kekova, die antiken Hafenstädte wie Patara weiter westlich, der Geburtsort des heiligen Nikolaus. Dieser Süden trägt seine Geschichte leicht, aber überall sichtbar.
Wer mag, nimmt die Fähre für einen Tag hinüber: ein Kaffee am Hafen von Megisti, ein Gang an pastellfarbenen Häusern entlang, am Nachmittag zurück über dieselbe Meerenge. Die Grenze ist hier eher eine Brücke — zwei Ufer, die dieselbe Sonne, dasselbe Meer und eine lange gemeinsame Geschichte teilen.
Der Süden hält die Wärme am längsten. Mai und Juni sowie ein langer September bis in den Oktober sind hier die beste Zeit: Das Meer ist warm, oft bis spät im Jahr, die Tauchsicht ist klar, und die Hänge sind noch nicht von der Sommerhitze ausgetrocknet. Im Frühling lohnt der Lykische Weg, im Herbst das lange Baden über dem Fels.
Der Hochsommer bringt das tiefste Blau, aber auch die volle Saison in Kalkan und Kaş; wer dann reist, plant Schatten und frühe Stunden ein. Die Anreise führt über Dalaman im Westen oder Antalya im Osten — beide gut zwei Stunden entfernt, mit einer Bergstraße als Auftakt.
Im Frühjahr und Herbst hat man die Gassen, die Stege und die Tauchplätze fast für sich; im Hochsommer teilt man sie, findet die Stille aber weiterhin auf der Halbinsel und über dem Fels. Vieles bleibt ganzjährig geöffnet, doch die Bootssaison und die längsten, wärmsten Tage liegen klar in den Monaten dazwischen.
Der lykische Süden ist das leuchtende Ende dieser Küste — antiker Grund, tiefes Wasser und der Blick auf eine griechische Insel am Horizont. Drei Häuser fassen ihn: über Kalkan und auf der stillen Halbinsel von Kaş, dort, wo das Wasser am tiefsten und die Geschichte am dichtesten ist. Welcher Monat sich lohnt, klärt der Reisezeit-Überblick.
Damit schließt sich die Reihe: von der windigen nördlichen Ägäis über die inselreichen Golfe und die lykische Steilküste bis hierher, in den tiefen Süden — zwölf Häuser in vier Etappen. Wer am Anfang beginnen möchte, findet im ersten Teil die nördliche Ägäis; alle Etappen versammelt das Magazin.