Strandatlas

Magazin · Momentaufnahme

Philippinen im Februar

Das Herz der Amihan-Trockenzeit: spiegelglatte Lagunen zwischen Kalksteinwänden, Sicht bis zum Grund und ein Himmel, der über Palawan tagelang offen bleibt.

Magazin·Philippinen im Februar

Der Februar ist auf Palawan der Monat, in dem alles zusammenfällt. Der Amihan, der Nordost-Monsun, hat sich längst durchgesetzt: Die See liegt ruhig, die Luft ist trocken, und über der Bucht von Bacuit spannt sich ein Himmel, der Tag für Tag offen bleibt. Es ist die verlässlichste Karte, die das philippinische Jahr zu vergeben hat.

Man merkt es zuerst am Wasser. Die Lagunen liegen still wie Spiegel, das Meer zeigt jenes Türkis, das man von Bildern kennt und im Februar tatsächlich vorfindet, und die Boote fahren, wann immer man will. Wer für die Inselwelt kommt — für die Lagunen, die Riffe, die versunkenen Schiffe vor Coron —, findet jetzt die Bedingungen, für die man sie berühmt gemacht hat.

Diese Momentaufnahme hält den philippinischen Februar fest, wie er sich anfühlt — und zeigt drei Häuser, von einer Privatinsel in der Bucht von Bacuit über das Flaggschiff der El Nido Resorts bis zum Tor nach Coron.

Der Monat der glatten See

Die Philippinen laufen auf mehreren Uhren, doch im Februar zeigen fast alle in dieselbe Richtung. Der Amihan bringt trockene Luft und ruhige See; auf Palawan, wo die meisten unserer Häuser liegen, ist es der Kern der Trockenzeit. Die Lagunen der Bucht von Bacuit lassen sich mühelos anfahren, die Riffe stehen klar, und die Bootstouren fallen so gut wie nie aus.

Für Taucher ist es der beste Monat, den Coron zu bieten hat. Die Wracks, die der Zweite Weltkrieg auf dem Grund zurückließ und die das Meer sich längst zurückgeholt hat, zeigen sich jetzt in ihrer besten Sicht — überwachsen von Korallen, umkreist von Schwärmen. Wann welche Insel verlässlich trägt, steht ausführlich in unserem Reisezeit-Artikel für die Philippinen.

Ein ehrliches Wort gehört dazu: Verlässlichkeit hat ihren Preis. Der Februar ist voll und lebhaft, die berühmten Lagunen teilt man mit den Tagesbooten, und rund um das chinesische Neujahr ziehen die Raten an. Wer die Stille sucht, wählt ein Haus auf einer eigenen Insel — oder fährt früh hinaus, ehe die Boote aus der Stadt eintreffen.

Kalkstein, Lagunen und Licht

Was Palawan unverwechselbar macht, sind seine Felsen: bewaldete Kalksteintürme, die senkrecht aus dem Meer steigen, durchzogen von Höhlen und verborgenen Lagunen, die sich erst hinter schmalen Spalten öffnen. Im Februar, wenn das Wasser klar und die Luft trocken ist, treten sie am schärfsten hervor — eine Kulisse, die man nicht mehr vergisst.

Das Meer ist warm wie das ganze Jahr, doch erst der Amihan gibt es ganz frei. Ein Boot bringt einen zu Stränden, die kein Weg erschließt; ein Kajak gleitet lautlos in Lagunen, deren Wasser von innen zu leuchten scheint. Vor Coron wartet ein See zwischen steilen Klippen, so klar, dass man den Grund zu berühren meint.

Unter der Oberfläche steht die Sicht jetzt am weitesten: farbige Riffe, Schildkröten, Schwärme, die sich teilen und wieder schließen. Wer ein Haus mit eigenem Hausriff oder geschützter Bucht wählt, braucht dafür nicht einmal ein Boot — das Schauspiel beginnt wenige Schritte vom Sand.

Und das Licht macht den Unterschied. In der Trockenzeit steht die Sonne klar, die Schatten der Felsen wandern über das Wasser, und am Abend glüht der Kalkstein warm, ehe über der Bucht die Sterne aufgehen. Es ist die Stunde, in der Palawan seine stillste Schönheit zeigt.