Koh Yao Noi · Phang Nga · Thailand
Six Senses Yao Noi
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Auf derselben Insel, ebenfalls nur per Boot: dieselbe Kulisse aus Kalksteininseln, von einem barfüßigen Refugium über der Bucht aus gesehen.
Koh Yao Noi · Phang Nga · Andamanenküste · Thailand
Baumhäuser am Waldrand über einem abgeschiedenen Strand, nur Erwachsenen vorbehalten — Hängebrücken in die Wipfel, ein Pool, der in den Dschungel reicht, und die Nashornvögel als einzige laute Nachbarn.
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Von Phuket oder Krabi aus bringt einen ein Boot hinaus in die Mitte der Phang-Nga-Bucht. Ringsum steigen die Kalksteininseln aus dem flachen, türkisen Wasser, einzeln und bewachsen, manche kaum größer als ein Baum auf einem Felssockel. Voraus wächst eine grüne Linie heran: die bewaldete Nordspitze von Koh Yao Noi, ruhig und dicht, die letzte Insel vor dem offenen Wasser.
An der Bootsstation nimmt man einem das Gepäck ab, ein Name fällt, der schon bekannt ist, und dann geht es nicht etwa zu einer Lobby, sondern aufwärts, in die Bäume. Eine hölzerne Hängebrücke schwingt unter den Schritten, das Laub schließt sich über dem Kopf, und am anderen Ende öffnet sich, mitten im Blattwerk, das eigene Haus.
Unten ist alles offen: eine weite Deck-Terrasse, ein kleiner Pool, dessen Rand sich auflöst, bis das Wasser an die Farne des Waldes zu stoßen scheint, eine Bar, an der man im Stehen ein Glas nimmt. Eine Treppe führt hinauf zum Schlafraum in den Wipfeln, und im Bad wartet eine Wanne, geschwungen wie eine Hängematte. Durch die Blätter fällt grünes Licht, und es riecht nach feuchtem Holz und Erde.
Die anderen Gäste lassen nicht lange auf sich warten. Mit schwerem Flügelschlag kreuzt ein Nashornvogel die Lichtung, lässt sich aufs Geländer fallen und legt den großen, gehörnten Kopf schief. Hier oben sind sie zu Hause, sie kommen und schimpfen und ziehen weiter — und man begreift schnell, dass dies ein Haus für Erwachsene ist, weil die Stille hier eine andere Tiefe hat, in die sich nur Vogelrufe und das Rauschen der Brandung mischen.
Wenn das letzte Boot abgelegt hat, bleibt die Insel allein zurück. Kein Weg führt hinaus, keine Straße, nur Wald, ein langer Strand für wenige und die Zeit, die sich dehnt. Genau dafür kommt man — und genau das sollte man wollen.
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TreeHouse Villas liegt an der Nordspitze von Koh Yao Noi, mitten in der Phang-Nga-Bucht zwischen Phuket und Krabi — einer ruhigen, halb unter Naturschutz stehenden Insel aus dichtem Wald, Kalksteinklippen und einem vierhundert Meter langen, abgeschiedenen Strand. Man kommt nur über das Wasser, per Schnellboot von Phuket oder Krabi, und bleibt unter Erwachsenen; ein Schwesterhaus aus älteren Tagen schließt sich an, von einer stillen Linie im Sand getrennt.
Ein Wort der Ehrlichkeit: Dies ist ein Ort, den man nicht eben verlässt. Die Insel ist hier die ganze Welt — das Dorf liegt weit, ist mühsam zu erreichen und hält wenig bereit, und auswärts essen lässt sich kaum. Auch der Takt ist ein insularer: Küche und Service bewegen sich in einem unbeirrbaren Tempo, das den Ungeduldigen prüfen kann, und an der Bootsstation, wo viele nur ein, zwei Nächte bleiben, herrscht ein eigenes kleines Kommen und Gehen. Wer sich einschließen lassen will, liebt genau das; wer streunen möchte, sollte es wissen.
Am verlässlichsten ist die Trockenzeit von November bis April, wenn die Andamanensee ruhig liegt; die grünen Monate bringen Regen und gröbere See, dafür steht der Wald am dichtesten. Die Nashornvögel bleiben das ganze Jahr. Was diesen Ort ausmacht, ist die Mischung aus Wald und Bucht: das Geläut der Vögel, die schwingenden Brücken, das Grün, das überall hereindrückt.
Das Herzstück ist das zweigeschossige Baumhaus, betreten über die Hängebrücke. Unten liegt alles offen — ein Deck, der kleine Pool, der in den Dschungel reicht, eine Bar im Stehen; oben, in den Wipfeln, der klimatisierte Schlafraum mit Balkon über der Bucht und die hängemattenförmige Wanne. Die Handschrift ist roh und wiederverwendet: ungehobeltes Holz, Tau und Balken, ein Moskitonetz über dem Bett — gemacht, nicht poliert.
Wer den Sand vor der Tür will, nimmt eine der Strandvillen, ebenerdig, mit direktem Zugang zum Wasser und eigenem Pool an der Kante; auf der Anhöhe liegt ein Haus mit dem weitesten Blick über die ganze Bucht. So oder so wohnt man für sich, das nächste Dach hinter Bäumen verborgen.
Drinnen ist das Licht grün gefiltert, der Boden warm unter den Füßen, und der Pool unten verliert seine Kante an die Farne. Abends hört man die Zikaden, ab und zu das schwere Aufsetzen eines Vogels auf dem Geländer und das leise Ächzen der Brücke im Wind. Man bestaunt diese Häuser nicht — man klettert eine Weile in ihnen herum wie als Kind, und das Gehen fällt schwer.
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Der Morgen kommt mit Dunst in den Kronen und dem Geläut der Vögel. Man frühstückt auf dem Deck, hoch über dem Boden, und steigt dann über die Brücke hinab zum Strand, der um diese Stunde fast leer daliegt; vor der Küste schwimmen die Kalksteininseln der Bucht wie auf der Stelle.
Wer hinaus will, lässt sich von einem Longtail in die Bucht tragen — durch die stillen Kanäle eines Mangrovenwaldes, vorbei an Felsinseln zum Schnorcheln, in Höhlen, die nur bei der richtigen Tide offen stehen. An Land leiht man ein Rad und rollt über die ruhigen Wege der Insel, an Kautschukhainen und Reisfeldern entlang, bis zu dem alten, ehrwürdigen Baum, den hier alle kennen.
Über Mittag, wenn die Hitze flirrt, zieht man sich zurück — in den eigenen Pool zwischen die Farne, in den Schatten, oder ins Spa, wo ein Dampfraum und ein kühles Becken im Fels warten und die Behandlungsräume offen über Reisfeldern und einem Seerosenteich liegen. Über allem turnen die Nashornvögel durch die Kronen.
Am Abend verfärbt sich die Bucht, und der Wald wird laut, wie er es nur nachts ist. Man isst am Sand oder auf dem Deck, und dann führt die schwingende Brücke ein letztes Mal hinauf, unter einem Himmel, an dem zwischen den Blättern die Sterne stehen.
Fotos: TreeHouse Villas Koh Yao
Gegessen wird an zwei Orten: am Strand, im Clubhaus, wo thailändische und westliche Gerichte und der Fang des Tages auf den Tisch kommen, und etwas feiner unter freiem Himmel, wo sich Mittelmeer und Asien begegnen. Wer mag, lässt sich über den elektronischen Butler alles ins Baumhaus bringen und isst auf dem eigenen Deck, mitten im Grün.
Die Küche schöpft aus dem Süden und aus der Bucht — die Currys schärfer und von Kokos getragen, der Fisch frisch von den Booten, dazu Früchte aus der Region. Nichts davon will verblüffen; es ist die unaufgeregte Tafel einer Insel, an der ohnehin niemand in Eile ist.
Am schönsten schmeckt es dort, wo der Wald am nächsten ist: ein später Tisch auf dem Deck, das Glas beschlagen, die Brandung im Dunkeln und über allem das Rascheln der Kronen.
TreeHouse Villas ist für Paare, die ein abgeschiedenes, erwachsenes Baumhaus über einem abgeschiedenen Strand suchen, in einer der schönsten Buchten Thailands — für Hochzeitsreisen, Jahrestage, lange Wochen zu zweit. Wer Stadt, Nachtleben oder die Wahl zwischen vielen Restaurants vor der Tür braucht, ist hier falsch.
Eines sollte man wissen: Die Insel ist hier die ganze Welt. Das Dorf liegt fern, der Takt ist insular und langsam, an der Bootsstation kommen und gehen die Kurzbleiber. Wer das als Teil des Rückzugs nimmt und sich am verlässlichsten zwischen November und April auf den Weg macht, bekommt etwas Seltenes.
Dann gehören einem die Brücke in die Wipfel, der Pool, der in die Farne reicht, und ein Nashornvogel, der im ersten Licht auf dem Geländer landet, als wäre er der Hausherr. Man lässt das Boot ziehen und bleibt.
Direkt beim Haus ansehen — oder gleich als Reise planen.
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