Oracabessa · Karibik
GoldenEye
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Das Pendant in der Karibik: ein Anwesen mit großer Geschichte — nur laut, musikalisch und tropisch statt still.
Banyalbufar · Serra de Tramuntana · Mallorca
Ein jahrhundertealtes Gut zwischen Bergen und Meer, von Richard Branson über Jahrzehnte zurück ins Leben geholt — Stein, Terrassen, Olivenhaine und sehr viel Stille.
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Das letzte Stück gehört den Bergen. Die Straße windet sich in die Serra de Tramuntana hinauf, Kurve um Kurve, vorbei an Kiefern, die sich aus dem Fels biegen, und an Radfahrern, die sich die Steigung hinaufkämpfen. Dann fällt sie wieder zur Küste hin ab, und zwischen den Zweigen blitzt es auf: das Meer, tief unten, wie es in eine Bucht drückt.
Ein Tor aus warmem Stein, eine Allee, und dann steht das Gut da, als hätte es immer dort gestanden: eine honigfarbene Finca zwischen Terrassen und Olivenhainen, daneben ein alter Wehrturm, der einst die Küste bewachte. Es riecht nach wildem Rosmarin und heißer Erde, und das Erste, was auffällt, ist die Stille. Im Innenhof plätschert Wasser, eine Katze schläft im Schatten, irgendwo klappert leise Geschirr — die einzigen Geräusche weit und breit.
Empfangen wird man ohne Aufhebens, mit der ruhigen Selbstverständlichkeit eines Hauses, das seine Gäste nicht beeindrucken, sondern beruhigen will. Ein Schluck vom Wein, der hier auf den eigenen Reben wächst, ein Blick über die Hänge — und schon senkt man unwillkürlich die Stimme.
Es ist ein Ort, der einen langsamer macht, fast gegen den eigenen Willen. Kein Trubel, keine Animation, nur Berg, Garten und Meer — und das Gefühl, in etwas angekommen zu sein, das schon sehr lange da ist.
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Son Bunyola liegt an der wilden Nordwestküste, zwischen Banyalbufar und Son Coll, mitten in einer Landschaft, die zum Welterbe zählt. Über Jahrhunderte haben Menschen hier dem steilen Hang Terrassen abgerungen, Stein für Stein, ohne Mörtel — und auf ihnen wachsen Oliven, Mandeln, Zitrusbäume und Reben. Geht man hinaus, knirscht der trockene Boden, Zikaden sägen in der Hitze, und unter allem liegt, weit unten, das Blau.
Dass dieses Gut eine lange Geschichte hat, spürt man in jeder Mauer. Richard Branson kaufte es in den Neunzigern, ließ es wieder ziehen und holte es Jahre später zurück, um es behutsam wiederzubeleben — die alten Olivenpressen, die verfallenen Mauern, das Land selbst. Man merkt diese Geduld: Hier wurde nichts überstürzt, sondern über Jahrzehnte zum Leben erweckt. Familien, deren Eltern hier einst Mandeln und Johannisbrot ernteten und Ziegen hüteten, arbeiten heute im Haus; man erzählt es einem beiläufig, und plötzlich ist die Geschichte keine Tafel an der Wand, sondern ein Gesicht.
Es ist ein anderes Mallorca als das der lauten Buchten — das stille, ursprüngliche, das die meisten nie zu sehen bekommen. Die nächsten Dörfer, Valldemossa und Deià, sind alte Künstlerorte aus Stein; die nächste Bucht erreicht man nur zu Fuß. Wer Strandpromenaden sucht, ist hier falsch. Wer das Gegenteil sucht, genau richtig.
Das Herz ist die alte Finca, ein Herrenhaus aus honigfarbenem Stein mit dicken Mauern, die die Hitze draußen halten, und Balkendecken, unter denen das Licht weich wird. Im mittelalterlichen Wehrturm, der einst nach Freibeutern Ausschau hielt, wohnt man heute mit Blick auf Berg und Meer zugleich. Drinnen gedeckte Töne, handgewebte Stoffe, mallorquinisches Handwerk — nichts laut, alles aus dem Ort gewachsen. Aus dem Fenster des Turmzimmers sieht man morgens den Dunst über den Hängen stehen und abends das Licht auf dem Wasser liegen — derselbe Blick, den vor Jahrhunderten ein Wächter hatte, nur ohne dessen Sorge.
Das Schönste ist, wie das Haus seine alten Aufgaben weiterträgt, nur anders: In der einstigen Kapelle isst man heute zu Abend, unter einer Decke, in die Engel geschnitzt sind; im alten Backofen liegt das Spa; wo früher die Olivenpresse stand, gibt es jetzt Tapas. Geschichte ist hier nichts hinter Glas, sondern Teil des Alltags — und kein bisschen museal. Man entdeckt solche Dinge nebenbei: eine ausgetretene Steinstufe, einen geschnitzten Türsturz, eine Mauer, die schon stand, als hier noch Schafe über die Terrassen zogen.
Wer ganz für sich sein will, mietet eine der freistehenden Villen über dem Hang, jede mit eigenem Pool und eigener Stille — Platz für eine Familie, eine Freundesrunde, ein langes Wochenende, an dem niemand außer dem Meer zusieht.
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Die Morgen sind kühl und klar. Man frühstückt auf der Terrasse, während die Sonne die Hänge wärmt, und entscheidet dann, wie weit man gehen will: hinunter über Terrassen und Küstenpfade zu einer einsamen Bucht, oder mit dem Rad eine der Tramuntana-Routen hinauf, von denen aus die ganze Küste daliegt. Der Weg zur Bucht zieht sich steil und schattig durch Olivenbäume, die älter sind als alles, woran man sich erinnert; unten warten ein Streifen Kiesel und ein Wasser, so klar, dass man bis auf den Grund sieht.
Am Nachmittag zieht es einen ans Wasser des Pools, hoch über dem Meer, oder in den kühlen Stein des Spas im alten Ofen. Manche lassen sich von einem Parfümeur aus der Gegend einen eigenen Duft mischen; andere verkosten den Wein des Guts und lernen, was der Boden hier dem Glas mitgibt.
Zum Abend hin wird das Licht schwer und warm, dann blau, dann tief. Man isst in der alten Kapelle, unter den geschnitzten Engeln, und wenn man später hinaustritt, ist die Dunkelheit vollkommen — kein Ort weit und breit, nur der Berg, das Rauschen von unten und ein Himmel voller Sterne.
Gegessen wird mallorquinisch und mediterran, und vieles hat einen kurzen Weg hinter sich: das Olivenöl von den eigenen Bäumen, der Wein von den eigenen Reben, Zitrusfrüchte, Mandeln, Gemüse aus dem Garten, Fisch von der Küste unten. Es schmeckt nach Sonne, Kräutern und Salz — nach genau diesem Stück Erde. Im Herbst, wenn die Oliven reifen, riecht das ganze Gut nach frischem Öl, und was am Mittag noch am Baum hing, steht am Abend in einer Karaffe auf dem Tisch.
Die Orte dafür sind so schön wie das Essen: Tapas dort, wo einst die Oliven gepresst wurden; das Abendessen unter den Engeln der Kapelle; das Frühstück auf der Terrasse, den Blick frei bis zum Horizont. Niemand drängt, niemand hetzt.
Wein und Öl des Guts ziehen sich durch jeden Tag wie ein roter Faden, und mit jedem Glas begreift man ein wenig mehr, dass dieser Ort nicht serviert, was gerade Mode ist, sondern was hier seit jeher wächst.
Son Bunyola ist für Menschen, die das stille Mallorca dem lauten vorziehen — für Wanderer und Radfahrer, für Liebhaber von Geschichte, Stein und gutem Wein, für Paare und für Familien, die in einer der Villen ein ganzes Stück Berg für sich haben wollen. Es ist ein Ort, an dem man ankommt und langsamer wird — und an dem man länger bleiben möchte als geplant.
Eines sollte man wissen: Dies ist ein Berganwesen, kein Strandhotel. Die Anfahrt windet sich, ein Auto oder der Shuttle ist sinnvoll, und die nächste Bucht liegt einen Fußmarsch entfernt — wer den Sand direkt vor der Tür braucht, ist hier nicht richtig. Den Reiz macht gerade die Abgeschiedenheit aus: Berg, Garten, Meer und sonst sehr wenig.
Am schönsten ist es im milden Frühjahr und Herbst, wenn die Hänge grünen oder die Ernte beginnt; im Hochsommer brennt die Sonne auf den Stein. Doch das Eigentliche — diese Mischung aus Geschichte, Landschaft und Ruhe — kennt keine Saison.
Direkt beim Haus ansehen — oder gleich als Reise planen.
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