Khao Lak · Andamanenküste · Thailand
The Sarojin
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Weiter nördlich an derselben Küste, in Khao Lak: ein langer, geschützter Strand und ruhige Residenzen — dieselbe See in stillerer Tonart.
Railay · Krabi · Andamanenküste · Thailand
Ein Dorf aus Pavillons im Kokoshain, am Fuß gewaltiger Kalksteintürme auf einer Landzunge, die kein Weg erreicht — nur das Boot, drei weiße Strände und das Andamanische Meer ringsum.
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Am Pier von Ao Nang, wo die Longtailboote in einer Reihe auf dem flachen Wasser liegen, endet die Straße. Von hier geht es nur noch übers Meer. Das Boot legt ab, das Festland mit seinen Garküchen und Rollern rückt zurück, und voraus steigen sie aus dem Wasser: senkrechte Kalksteinwände, höher als alles ringsum, grau und grün überwachsen, als hätte jemand ein Stück Gebirge mitten in die Andamanensee gestellt.
Das Boot umrundet die letzte Felsnase, und mit einem Mal liegt die Landzunge offen da — eine Sichel aus weißem Sand zwischen den Türmen, dahinter Palmen, kein Hafen, kein Steg. Der Bug läuft sanft auf den Grund, das Wasser steht knöcheltief und ist warm wie eine Badewanne; man steigt aus und steht im Meer, bevor man am Strand steht.
Vom Sand führt ein Pfad in den Schatten der Kokospalmen, und dort, zwischen den Stämmen, beginnt das Dorf: niedrige, freistehende Pavillons, über einen weiten Garten verstreut, dazwischen Wege aus hellem Stein und das Rauschen der Wipfel. Ein kühles Tuch, ein Glas mit etwas Kaltem, und schon ist das Dröhnen des Bootsmotors aus den Ohren verschwunden — an seine Stelle treten Zikaden, Brandung und das ferne Klacken der Kletterer an den Wänden.
Der eigene Pavillon ist ein kleines Haus für sich, rund und zweigeschossig unter einem geschwungenen Dach. Unten ein Wohnraum, der sich zur Terrasse öffnet, eine Treppe windet sich nach oben, wo das Schlafzimmer liegt und ein tiefes Bad. Dunkles Holz, von Hand gefügt, geflochtenes Rohr, gedämpftes Licht; durch die hohen Fenster drückt das Grün des Gartens herein, und irgendwo auf dem Geländer sitzt, unbeeindruckt, ein Affe und schaut zurück.
Am späten Nachmittag, wenn die letzten Ausflugsboote ablegen, leert sich der Strand. Die Wände fangen das tiefer werdende Licht und glühen kupfern, dann rosa, dann blau. Es gibt keine Straße, über die jemand noch käme; der einzige Faden zur Welt ist das Boot, das eben verschwunden ist — und genau das ist der Sinn dieses Ortes.
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Rayavadee liegt an der Spitze der Halbinsel Phra Nang, im Süden Krabis an der Andamanenküste. Hohe, durchgehende Kalksteinwände schneiden die Landzunge vom Festland ab, und so führt keine Straße hierher: Man kommt mit dem Longtail- oder Schnellboot von Ao Nang oder aus Krabi-Stadt, eine kurze Fahrt über ruhiges Wasser. Drei Strände säumen das Anwesen — Railay West mit dem offenen Blick nach Westen, das ruhigere Railay East an der Mangrovenseite und, am schönsten, die Sichel von Phra Nang zwischen zwei Höhlen.
Ein Wort der Ehrlichkeit: Diese Strände sind öffentlich und berühmt. Vom späten Vormittag an bringen die Ausflugsboote ihre Gäste, und besonders Phra Nang und Railay West füllen sich in der Hochsaison spürbar. Der Garten des Hauses ist privat, der Sand davor gehört allen. Die frühen Morgenstunden und die Abende, wenn die Boote fort sind, hat man weithin für sich; die Mitte des Tages teilt man. Und es ist ein weitläufiges Haus, ein Dorf, kein kleines, verstecktes Refugium — wer Letzteres sucht, sucht es woanders.
Am verlässlichsten ist die Trockenzeit von November bis in den März: ruhige See, klares Wasser, warme und beständige Tage. Die grünen Monate von Mai bis Oktober bringen Regen und gröbere See, mitunter stören sie die Bootsfahrten — dafür stehen die Wände in sattem Grün und der Andrang lässt nach. Die Affen gehören dazu, hier wie überall an diesen Felsen; sie sind dreist, und man hält die Tür geschlossen.
Ringsum ist die Landschaft das Ereignis: die Felsnadeln, an denen sich Kletterer aus aller Welt hochziehen, die versteckten Buchten hinter dem nächsten Kap, der Schrein in der Höhle von Phra Nang, dem Fischer und Reisende seit jeher hölzerne Gaben bringen. Rayavadee bedeutet „Garten der Prinzessin", und etwas Höfisch-Verwunschenes liegt tatsächlich über dem Ort — ein gepflegter Hain unter wildem Fels.
Gewohnt wird in freistehenden Pavillons, über den Hain verteilt, jeder ein eigenes kleines Haus. Es sind zweigeschossige Bauten unter geschwungenen Dächern, rund und in sich geschlossen: unten ein luftiger Wohnraum mit Terrasse, über eine gewendelte Treppe das Schlafzimmer und ein Bad mit tiefer Wanne. Die Handschrift ist die des thailändischen Südens — dunkles, handgefügtes Holz, geflochtenes Rohr, schwere Stoffe in erdigen Tönen, nichts davon glänzt, alles ist gemacht, um berührt zu werden.
Wer mehr Rückzug sucht, nimmt einen der Poolpavillons oder eine der Villen am Strand, mit eigenem Becken hinter einer Mauer aus Grün. Die größeren Häuser stehen ein Stück abseits, näher am Wasser, und geben einem das Gefühl, ein Stück Küste ganz für sich zu haben.
Drinnen hält das Dach die Mittagshitze draußen, und das Licht kommt gefiltert durch Läden und Blattwerk. Der Boden ist kühl unter den Füßen, an der Wand tickt eine Eidechse, vom Garten her drückt der Geruch nach feuchter Erde und Frangipani herein. Oben, in der Wanne unter dem hohen Giebel, hört man abends nichts als die Brandung und ab und zu einen Ast, der unter dem Gewicht eines Affen federt.
Es ist ein Luxus, der aus Handwerk kommt, nicht aus Politur — aus Holz, Hain und der Lage selbst. Man bestaunt diese Pavillons nicht, man lebt eine Weile in ihnen, und am Ende fällt das Gehen schwer.
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Der frühe Morgen gehört denen, die schon da sind. Bevor das erste Ausflugsboot kommt, liegt Phra Nang leer, der Sand glatt und kühl, und die Türme spiegeln sich kopfüber im nassen Saum. Man schwimmt ein paar Züge hinaus, das Wasser noch ohne die Wärme der Sonne, und sieht hoch oben schon die ersten Kletterer, die sich an die Wände hängen und Kreide an die Finger reiben.
Später lockt der Fels selbst. Ein schmaler, steiler Pfad führt hinter dem Strand in den Dschungel hinauf — über Wurzeln, durch roten Schlamm, an festgeknoteten Seilen Hand über Hand — bis sich oben der Blick über die ganze Halbinsel öffnet und, versteckt dahinter, eine stille Lagune in Smaragd liegt. Wer es lieber flach mag, lässt sich von einem Longtail um die Landzunge tragen, zu Höhlen im Fels und Buchten, die kein Pfad erreicht.
Über Mittag, wenn die Boote den Strand füllen, zieht man sich zurück. In den Schatten des Hains, an den eigenen Pool hinter der grünen Mauer, in den kühlen Wohnraum mit einem Buch — oder hinüber zur Höhle von Phra Nang, wo zwischen den hölzernen Gaben des Schreins ein gedämpftes Halbdunkel liegt und über einem die Affen durch die Wände turnen. Man überlässt den Strand den Gästen des Tages und nimmt sich den Garten.
Dann, am späten Nachmittag, kehrt sich alles um. Die Boote tuckern davon, der Sand leert sich, und die Halbinsel sinkt zurück in ihre Stille. Das Licht über Railay West wird dick und golden, die Wände werfen lange Schatten. Und wenn es dunkel wird, geht man am Wasser entlang zu einem Tisch, der in den Fels selbst gebaut ist: The Grotto, eine Höhle am Saum von Phra Nang, Tropfsteine über dem Kopf, Kerzen auf den Tischen, die Brandung ein paar Schritte entfernt und auf der Glut der Fang des Tages.
Das Herzstück ist The Grotto. In eine natürliche Höhle am Rand von Phra Nang gebaut, mit Tropfsteinen unter der Decke und dem Sand als Boden, ist es bei Tag ein müßiger Platz für ein langes Mittagessen im Schatten und bei Nacht der vielleicht romantischste Tisch Thailands: Kerzenlicht an den Felswänden, das Meer im Dunkeln, und über offener Glut ein Grill aus dem, was die Boote am Tag gebracht haben.
Daneben hat das Haus seine anderen Küchen — eine, die ganz dem thailändischen Süden gehört, mit seinen schärferen, von Kokos und Kurkuma getragenen Currys, und eine, an der man mit dem Blick über Railay sitzt. Gegessen wird ohne Eile, mit dem Fang des Tages, mit Früchten aus der Region, mit der Würze, für die der Süden des Landes bekannt ist.
Am schönsten ist die Stunde, in der der Himmel über dem Westsand Farbe annimmt und die ersten Kerzen in der Höhle aufflammen. Man sitzt mit den Füßen fast im Sand, ein kühles Glas in der Hand, und es fällt schwer, sich einen Ort vorzustellen, an dem ein Abendessen mehr nach Reise schmeckt.
Es ist eine Küche, die ihren Ort kennt: das Meer, den Fels, den Süden. Nichts daran will verblüffen — und doch bleibt der Tisch in der Höhle lange in Erinnerung.
Rayavadee ist für alle, die eine der großartigsten Kulissen Thailands wollen — drei Strände am Fuß senkrechter Türme, erreichbar nur über das Wasser — und dafür das weite Dorf der intimen Verstecktheit vorziehen. Es ist seit jeher ein Ort für Paare und Hochzeitsreisen, der Tisch in der Höhle hat unzählige Anträge gesehen; zugleich finden Familien, Kletterer und lange Spaziergänger hier ihren Platz.
Ehrlich gesagt sollte man zweierlei wissen. Die Strände sind öffentlich und über die Mittagsstunden belebt, und dies ist ein großes Haus, kein stilles Kleinod — der Reiz liegt im Garten, in den frühen und späten Stunden, im Fels ringsum. Und das Boot ist der einzige Weg hinein und hinaus, was ebenso zum Charme wie zur Planung gehört.
Wer in der Trockenzeit kommt und sich die leeren Morgen und die langen, bootlosen Abende nimmt, bekommt etwas Seltenes: eine Handvoll Gäste unter gewaltigen Wänden, ein Dorf aus Pavillons im Hain, und einen Tisch in der Höhle, an dem das Meer bis an die Kerzen reicht.
Direkt beim Haus ansehen — oder gleich als Reise planen.
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