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Warum gerade Oktober?
Der griechische Oktober hat einen Vorzug, den viele unterschätzen: Das Meer ist jetzt fast am wärmsten. Das Mittelmeer erwärmt sich träge über den ganzen Sommer und gibt die Wärme erst spät wieder her — im frühen Herbst ist das Wasser noch sommerlich warm, während die drückende Hitze an Land längst gewichen ist. Man badet in einer See, die sich anfühlt wie im Hochsommer, nur ohne die Hitze und die vollen Strände.
Zugleich ist Erntezeit. Auf Kreta, einem der großen Olivenländer des Mittelmeers, beginnt im Herbst die Olivenernte — die Haine summen vor Betrieb, in den Dörfern dreht sich alles um das erste, grüne Öl der Saison. Dazu reifen Trauben und Granatäpfel, und die Tavernen tragen auf, was Sommer und Sonne hervorgebracht haben. Es ist eine der besten Zeiten, um auf den Inseln zu essen.
Und es ist die Zeit der leeren Buchten. Die Inselsaison läuft von Mai bis Oktober; jetzt steht sie an ihrem Rand. Die großen Menschenmengen sind abgereist, die berühmten Strände liegen wieder weit und still, das Licht wird weicher und goldener. Wer den Hochsommer scheut, findet hier seinen Moment.
Ein ehrliches Wort gehört dazu: Gegen Monatsende zeigt sich der erste Herbst, und einzelne saisonale Häuser und Fähren fahren ihre Saison zurück — die früheren bis mittleren Oktoberwochen sind die sichersten. Wer diese Notiz jetzt liest und den Oktober ins Auge fasst, plant rund ein Vierteljahr im Voraus: Zeit genug, sich die stillsten, mildesten Wochen zu sichern, ehe die Inselsaison endet.
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