Strandatlas

Magazin · Momentaufnahme

Mauritius im April

Spätsommer im Indischen Ozean: das wärmste Meer des Jahres, sattes Grün nach den Sommerregen und der wildere Süden — ehe der trockene Inselwinter beginnt.

Magazin·Mauritius im April

Mauritius trägt das ganze Jahr — und im April zeigt es seine üppigste Seite. Auf der Südhalbkugel ist es Spätsommer: das Meer auf seinem wärmsten Stand, die Insel grün von den Sommerregen, die Unterwasserwelt in voller Farbe. Es ist die letzte warme, satte Phase, ehe der trockene, kühlere Inselwinter beginnt.

Es ist die Zeit des grünen Südens und Ostens. Während Norden und Westen das ganze Jahr ihre ruhigen Lagunen halten, sind die wildere Südküste und der frische Osten jetzt am lebendigsten: Wasserfälle führen ihr Sommerwasser, das Inland steht satt und dicht, und das Meer ist lau bis zum Abend. Mauritius in seiner üppigsten Stimmung.

Diese Momentaufnahme hält Mauritius im April fest — und zeigt drei Häuser, von der stillen Südküste bei St. Félix über eine Halbinsel bei Poste de Flacq bis an die farbenfrohe Ostküste von Palmar.

Spätsommer im Indischen Ozean

Auf Mauritius sind die Jahreszeiten vertauscht: Der kühlere, trockenere Winter liegt etwa zwischen Mai und Oktober, der wärmere, feuchtere Sommer zwischen November und April. Der April steht am Ende dieses Sommers — die Wärme noch da, das Meer auf seinem höchsten Stand, das Grün üppig, ehe der trockene Winter übernimmt.

Es ist die Zeit der satten Farben. Das Land steht grün, das Meer ist warm, und die Unterwasserwelt zeigt sich von ihrer besten Seite — für Schnorchler und Taucher eine der schönsten Phasen. Wie sich die beiden Jahreszeiten und die Küsten verteilen, steht ausführlich in unserem Reisezeit-Artikel für Mauritius; den trockenen Winter beschreibt unsere Momentaufnahme Mauritius im Juli.

Ein ehrliches Wort gehört dazu: Der April ist noch Spätsommer — warm und mitunter feucht, mit der Möglichkeit eines kräftigen Schauers, der das Grün danach dampfen lässt. Er liegt am Ende der Zyklonsaison, deren Risiko bis dahin meist deutlich nachgelassen hat; direkte Treffer sind ohnehin selten. Der ganz verlässliche, trockene Winter beginnt erst im Mai — der April aber gibt dafür das wärmste Wasser und das satteste Grün.

Der grüne Süden, die frische Ostküste

Auf Mauritius entscheidet die Küste oft mehr als der Monat. Norden und Westen liegen windgeschützt, mit ruhigen, warmen Lagunen — die sanfteste Ecke fast das ganze Jahr. Osten und Süden sind frischer, grüner und ursprünglicher, dafür etwas windiger; im Spätsommer aber, ehe die Winterpassate auffrischen, sind sie warm, lau und besonders lebendig.

Die Südküste ist die wildere Seite der Insel: zerklüftete Küstenlinien, kaum Riff an manchen Stellen, ein offenes Meer, das gegen die Felsen schlägt. Dahinter steigt das Land an zu Teeplantagen, Schluchten und Wasserfällen — der Black-River-Nationalpark, die Kaskaden von Chamarel —, die nach den Sommerregen ihr meistes Wasser führen. Es ist das Mauritius für die, die mehr suchen als die Lagune.

Die Ostküste wiederum trägt lange, helle Strände und vorgelagerte Inseln, das Wasser im April warm und einladend. Es ist die Seite, an der die Sonne über dem Meer aufgeht und der Tag früh und still beginnt. Süden und Osten zusammen sind das grüne, frische Mauritius — im Spätsommer in seiner schönsten Form.

Und das Wasser dazu: Im Spätsommer ist die Lagune auf ihrem wärmsten Stand, und die Unterwasserwelt — die Korallengärten, die bunten Fische, die ruhigen Schnorchelreviere hinter dem Riff — zeigt sich von ihrer lebendigsten Seite. Wer taucht oder schnorchelt, findet im April eine der schönsten Phasen des Jahres, an der geschützten wie an der offeneren Küste.

Insel der vielen Welten

Mauritius ist klein und doch vielfältig wie wenige Inseln. Auf engem Raum drängen sich Vulkanberge und Zuckerrohrfelder, Teeplantagen und Regenwald, kreolische Dörfer und stille Lagunen. Im grünen Spätsommer, wenn das Inland am üppigsten steht, lohnt der Blick über den Strand hinaus besonders.

Eine Fahrt ins Hochland führt zu den Wasserfällen von Chamarel, zur „siebenfarbigen Erde", zu Aussichten über die ganze Insel; der Süden trägt den Black-River-Nationalpark mit seinen Pfaden und Schluchten. Nach den Sommerregen führen die Kaskaden ihr meistes Wasser, und das Grün ist von einer Dichte, die der trockene Winter nicht kennt.

Und die Kultur ist ein eigenes Erlebnis. Mauritius ist ein Schmelztiegel aus Indien, Afrika, China und Europa — das schmeckt man auf den Märkten und in der kreolischen Küche, das hört man in den Festen, die das Jahr durchziehen. Eine Insel, viele Welten — und der April zeigt sie in sattem, üppigem Grün.

Ehe der Winter kommt

Der Reiz des April liegt in seiner Lage im Jahr. Es ist der letzte Spätsommer — das Meer am wärmsten, das Land am grünsten, die Unterwasserwelt am lebendigsten —, ehe der trockene, kühlere Winter die Insel übernimmt. Es ist Mauritius in seiner üppigsten, wärmsten Stimmung.

Gerade darin liegt sein Wert. Wer warmes Wasser, sattes Grün und gute Schnorchel- und Tauchbedingungen sucht, findet jetzt eine der schönsten Phasen; und weil die europäischen Sommerferien noch fern sind, ist es ruhiger und freundlicher im Preis als der vollere Hochwinter. Der April ist ein leiser, warmer Moment.

Der Tausch ist ehrlich: Es bleibt Spätsommer, also warm und mitunter feucht, mit der Möglichkeit eines Schauers, und der ganz verlässliche trockene Winter beginnt erst danach. Wer das weiß und die geschützten oder warmen Küsten wählt, bekommt Mauritius in seiner grünsten Form — warm, üppig und herrlich ruhig.

Kurz gesagt

Mauritius im April heißt: Spätsommer im Indischen Ozean — das wärmste Meer des Jahres, sattes Grün nach den Sommerregen und der wildere, lebendige Süden und Osten, von St. Félix über Poste de Flacq bis Palmar. Es ist die üppigste Phase, ehe der trockene Inselwinter beginnt.

Wer warmes Wasser, gutes Schnorcheln und ein grünes Inland sucht, reist genau jetzt — wohlwissend, dass es noch Spätsommer ist, mit der Möglichkeit eines Schauers. So oder so ist der April Mauritius in seiner wärmsten, grünsten Stimmung: lau, üppig und ruhig.