Conca dei Marini · Amalfiküste
Monastero Santa Rosa
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Wenige Buchten weiter an derselben Küste – ein ehemaliges Kloster über dem Meer, romantisch-historisch statt kühl-modern.
Praiano · Amalfiküste · Italien
Weiß-in-Weiß-Minimalismus hoch über der Amalfiküste, durchsetzt mit zeitgenössischer Kunst – ein kühler, lichter Gegenentwurf zu den großen Grandhotels, mit Sterneküche über dem Meer.
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Allein die Anfahrt ist ein Erlebnis: Die Küstenstraße schlängelt sich an den Felsen der Amalfiküste entlang, über Zitronenterrassen hinweg, durch das Gedränge von Positano hindurch, immer mit dem Meer in schwindelnder Tiefe zur Rechten. Kurz dahinter, im stilleren Praiano, taucht plötzlich etwas Weißes auf, das so gar nicht zu den ockerfarbenen Häusern ringsum passen will.
Tritt man ein, wechseln Licht und Temperatur: Nach der grellen Mittagssonne empfängt einen ein kühler, heller Raum, ganz in Weiß — Wände, Böden, Möbel in unzähligen Schattierungen davon, dazwischen die kräftigen Farben moderner Kunst und das Funkeln einer Glasskulptur. In der Luft liegt ein Hauch von Zitrone und Meer.
Dann der Schritt auf die Terrasse, und der eigentliche Grund, warum man hier ist, liegt vor einem: Praiano fällt zum Wasser hin ab, in der Ferne klebt Positano am Hang, weiter draußen heben sich die Faraglioni-Felsen von Capri aus dem Dunst, und über allem das Blau, das in der Nachmittagssonne beinahe vibriert.
Das Weiß im Rücken tut nun seine Wirkung: Es nimmt sich vollständig zurück, damit das Blau umso lauter sprechen kann. Man steht an der Brüstung, spürt die warme Luft auf der Haut, hört von unten gedämpft das Meer — und merkt, wie die Unruhe der Anreise Stück für Stück abfällt.
Casa Angelina ist keines der großen, traditionsschweren Grandhotels der Küste, und das ist Absicht. Es ist ein kühler, klarer Rahmen, in dem nichts vom Wesentlichen ablenkt: vom Licht, vom Meer und von der eigenen, plötzlich sehr ruhigen Aufmerksamkeit.
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Praiano liegt auf halbem Weg zwischen Positano und Amalfi – nah genug für beides, weit genug weg vom größten Gedränge. Casa Angelina klebt rund fünfzig Meter über dem Wasser an den Felsen, mit einem der schönsten Blicke der Küste: hinüber nach Positano, hinaus zu Capri, der Sonne entgegen.
Ein Wort der Ehrlichkeit gehört dazu: Einen Sandstrand gibt es nicht. Wie überall an der Amalfiküste ist der Strand ein Felsklub am Wasser – die hauseigene Gavitella erreicht man über einen gläsernen Aufzug und rund zweihundert Stufen. Auch der Pool ist eher klein. Wer breiten Sand vor der Tür braucht, ist hier am falschen Ort; wer den Blick und das Wasser zum Schwimmen sucht, bestens aufgehoben.
Die Atmosphäre ist ruhig und erwachsen – das Haus nimmt keine Kinder unter zwölf Jahren auf, was die Stille garantiert. Naples ist gut anderthalb Stunden entfernt, Boote bringen einen nach Capri oder in die Nachbarorte. Am schönsten ist die Küste im Frühling und Herbst, wenn das Licht weich und der Trubel des Hochsommers verflogen ist.
Praiano ist das stillere Pendant zu Positano: keine Boutiquen-Prozession, keine Reisebusse, sondern ein Dorf, das früh zur Ruhe kommt. Genau das ist der Vorzug — man hat die berühmten Nachbarn in Reichweite und abends doch seinen Frieden.
Die Zimmer setzen fort, was die Lobby beginnt: ein konsequentes Weiß-in-Weiß, von dem es im Haus angeblich mehr als ein Dutzend Schattierungen gibt. Klare Linien, lichte Flächen, dazu warme Holzakzente und immer wieder ein farbiges Kunstwerk als Kontrapunkt. Bodentiefe Fenster und Terrassen holen das Meer ins Zimmer.
Diese kompromisslose Gestaltung ist Geschmackssache, und das soll sie sein. Wer es plüschig und klassisch mag, wird sich an der Strenge reiben; wer moderne Klarheit liebt, findet hier eine der reinsten Umsetzungen an dieser Küste. Manche der Zimmer sind eher kompakt geschnitten – die Aussicht aber macht jeden fehlenden Quadratmeter mehr als wett.
Das Ergebnis ist eine seltene Ruhe: Räume, die nichts behaupten, sondern dem Blick und dem Licht den Vortritt lassen. Man wohnt nicht in einem überladenen Salon, sondern in einem hellen, stillen Rahmen für das, was vor dem Fenster geschieht.
Die Schwelle zwischen Drinnen und Draußen sucht man hier vergebens: Bodentiefe Fenster und kleine Terrassen holen das Blau ins Zimmer, und das viele Weiß lässt das Licht den ganzen Tag durch den Raum wandern. Abends, wenn die Küste sich in Lichter auflöst, wird die Strenge des Tages weich.
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Der Morgen gehört der Terrasse. Beim Frühstück — von vielen als das schönste ihres Lebens beschrieben — liegt das Meer noch glatt und silbrig da, Positano erwacht im ersten Licht, und der Kaffee dampft in die noch kühle Luft. Man sitzt lange, weil es keinen Grund gibt aufzustehen.
Später hat man die Wahl: ein paar Züge im Pool an der Felskante, oder hinunter ans Wasser — über den gläsernen Aufzug und die zweihundert Stufen zur Gavitella, wo man vom warmen Fels direkt ins tiefe Blau gleitet. Wer mehr will, nimmt das Boot nach Capri oder bummelt durch das nahe Positano; der Wanderweg „Sentiero degli Dei“ beginnt fast vor der Tür.
Wer mag, lässt all das liegen. Die Stunden auf der Terrasse haben einen eigenen Sog: das Wandern des Lichts über das Weiß, das Glitzern auf dem Wasser, das ferne Tuckern eines Boots, ein Buch, das man immer wieder sinken lässt, nur um zu schauen.
Am schönsten wird es zur blauen Stunde. Dann zieht das Haus nach oben aufs Dach, der Himmel über Capri färbt sich, die Lichter von Positano kommen einzeln heraus — und zwischen Teller, Terrasse und Meer verschwimmt die Grenze, bis man nicht mehr sagen könnte, wo das eine aufhört und das andere beginnt.
Das kulinarische Herz liegt oben: „Un Piano nel Cielo", ein Stockwerk im Himmel, ist das mit einem Stern ausgezeichnete Restaurant auf dem Dach. Hier trifft mediterrane Küche auf ein Panorama, das fast vom Teller ablenkt – Fisch und Gemüse der Region, klar und präzise zubereitet, mit der Küste als Kulisse.
Schon das Frühstück hat hier Kultstatus, und über den Tag verteilen sich eine helle Cocktail-Lounge und eine Zigarrenbar für den Abend. Alles bleibt dabei in jenem zurückgenommenen Ton, der das ganze Haus prägt: kein lautes Auftrumpfen, sondern Sorgfalt und ein sicheres Gespür für das Wesentliche.
Am schönsten isst man zur blauen Stunde oben auf dem Dach, wenn die Lichter der Küste angehen und das Meer noch einmal aufleuchtet. Es ist Sterneküche, der man die Anstrengung nicht ansieht – nur den Genuss und die Aussicht.
Das Sternerestaurant trägt seinen Namen — ein Stockwerk im Himmel — zu Recht: Es liegt oben auf dem Dach, und der Blick reicht über Capri hinaus, bis das Auge nicht mehr unterscheidet, wo das Meer endet und der Himmel beginnt.
Casa Angelina ist für alle, die die Amalfiküste lieben, aber nicht in pomphafter Tradition wohnen wollen: für Designaffine, für Paare, für Ruhesuchende, die ein erwachsenes, kinderfreies Haus schätzen. Wer moderne Klarheit, große Aussicht und feine Küche sucht, findet hier eine der eigenständigsten Adressen der Küste.
Man sollte wissen, worauf man sich einlässt: Das kompromisslose Weiß ist Geschmackssache, manche Zimmer sind kompakt, und einen Sandstrand gibt es nicht – das Wasser erreicht man über Aufzug und rund zweihundert Stufen. Wer Plüsch, viel Zimmerfläche oder Sand vor der Tür braucht, ist anderswo glücklicher.
Am schönsten ist die Küste im Frühling und Herbst, wenn das Licht weich ist und der Hochsommer-Trubel verflogen. Wer dann kommt, bekommt das seltene Kunststück eines Hauses, das sich ganz zurücknimmt – damit das Blau davor umso lauter sprechen kann.
Direkt beim Haus ansehen — oder gleich als Reise planen.
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