Strandatlas
Pressebild — Capofaro über den Reben von Salina

Salina · Äolische Inseln · Italien

Capofaro Locanda & Malvasia

Ein Weingut über dem Meer auf Salina, der grünen unter den Äolischen Inseln — weiße Häuser zwischen Malvasia-Reben, ein alter Leuchtturm und die Stille einer Insel, auf der die Tage dem Licht, dem Wein und dem Wasser folgen.

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Ankommen

Die Anreise gehört schon zum Ort. Vom sizilianischen Festland trägt einen das Tragflügelboot übers Tyrrhenische Meer hinaus zu den Äolischen Inseln, bis Salina aus dem Dunst auftaucht — grün und gewölbt, von zwei erloschenen Vulkankegeln gekrönt, anders als die kargeren Schwestern ringsum. Ein kurzer Transfer führt hinauf auf ein Plateau zwischen den Orten Santa Marina und Malfa, wo niedrige weiße Häuser zwischen Reben stehen, die bis ans Wasser hinunterlaufen.

Beim Aussteigen liegt jener Duft in der Luft, der diese Inseln ausmacht: Salz, wilde Kräuter, sonnenwarmer Stein und das Süße reifer Trauben. Es ist still hier oben, nur die Zikaden, der Wind in den Reben und fern das Tuckern eines Boots. Am Rand des Geländes steht ein alter Leuchtturm, weiß und schmal, und blickt über die See; bei klarer Sicht zeichnen sich die anderen Inseln am Horizont ab, und wenn es dunkel wird, glimmt Strombolis Kegel in der Ferne.

Drinnen empfängt einen die kühle, helle Ruhe der äolischen Architektur: gekalkte Wände, niedrige Bögen, schlichte Naturmaterialien, davor Terrassen, die von Schilfdächern beschattet werden, und überall die Farbtupfer der Bougainvillea. Im Herzen des Guts liegt ein Pool über dem Meer, und der Blick fällt von dort, scheinbar ohne Grenze, hinaus auf das Blau.

Capofaro verlangt nichts, außer dass man langsamer wird. Kein Trubel, keine Effekthascherei — ein Ort, der sich Zeit nimmt und sie weitergibt.

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Pressebild — der Pool über dem Meer, die Inseln am Horizont
Der Pool liegt am Rand des Plateaus, das Wasser scheinbar in eines mit dem Meer — vor sich nur Reben, See und die Silhouetten der Nachbarinseln.
Lage, Umgebung & Atmosphäre

Ein Weingut auf der grünen Insel

Salina gilt als die grüne unter den Äolischen Inseln — üppiger, sanfter und stiller als die anderen, berühmt für ihre Kapern und für die Malvasia, den honigfarbenen Süßwein, der hier seit jeher gekeltert wird. Capofaro liegt mittendrin, auf einem Plateau über dem Tyrrhenischen Meer, zwischen Santa Marina und Malfa, mit dem Blick frei hinaus auf Lipari, Panarea und den rauchenden Stromboli.

Ein Wort der Ehrlichkeit: Die Küste ist hier steil und felsig, ein langer Sandstrand liegt nicht vor der Tür. Geschwommen wird vom Pool oder von den Felsen, und zur nächsten kleinen Kieselbucht ist es ein kurzer Fußweg; Boote bringen einen zu versteckten Buchten und den Nachbarinseln. Wer Sand direkt am Zimmer sucht, ist hier falsch — wer eine Insel aus Stein, Reben und Meer sucht, genau richtig.

Ringsum lebt Salina sein eigenes, langsames Leben: die Hafenpromenade von Santa Marina, das verschlafene Malfa über der Küste, Wege durch Weinberge und Kapernfelder, dazu der bewaldete Gipfel im Inselinneren. Capofaro sitzt mitten in dieser Landschaft, kein Fremdkörper, sondern Teil von ihr — ein arbeitendes Weingut, das zugleich ein Refugium ist.

Pressebild — Reben und Kapernfelder, dahinter Stromboli
Rund um die weißen Häuser ziehen sich Malvasia-Reben und Kapernsträucher bis zur Kante des Plateaus — eine Kulturlandschaft, die unmittelbar auf den Tisch und ins Glas führt.
Wohnen

Weiße Zimmer, ein alter Leuchtturm

Die Zimmer verteilen sich auf niedrige, weiß gekalkte Häuser zwischen den Reben — und einige liegen im alten Leuchtturm, in den einstigen Quartieren der Leuchtturmwärter, mit Blick weit über die See. Jedes hat seine eigene Terrasse, beschattet von einem Schilfdach, manche zum Garten, manche zum offenen Meer hin.

Die Gestaltung bleibt zurückgenommen: viel Weiß, Leinen, Naturtöne, kühle Steinböden, dazu der Schatten der Bougainvillea. Nichts drängt sich auf; die äolische Bauweise mit ihren dicken Wänden hält die Räume kühl, und die eigentliche Ausstattung liefern Licht, Wind und der Blick. Es ist Eleganz durch Weglassen, nicht durch Prunk.

Man wacht zwischen Reben und Wasser auf, tritt auf die Terrasse, und der Tag beginnt mit demselben weiten Blau, mit dem er endet — ein Rhythmus, der das ganze Haus durchzieht.

Pressebild — weißes Zimmer mit reetbeschatteter Terrasse
Pressebild — Terrasse über dem Meer im Abendlicht

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Tagesrhythmus

Tage zwischen Reben und Meer

Der Morgen gehört dem Wasser und der Stille: ein Bad vom Pool oder von den Felsen, ein langes Frühstück auf der Terrasse, während die Insel erst langsam erwacht. Wer mag, lässt sich von einem Boot zu den versteckten Buchten der Nachbarinseln bringen, schnorchelt im klaren Wasser oder wandert durch die Weinberge und hinauf in das grüne Inselinnere.

Salina lässt sich erkunden, ohne je zu hetzen: die Kapernfelder, der bewaldete Gipfel, die kleinen Häfen, und am westlichen Ende die berühmte Bucht von Pollara, deren Sonnenuntergänge zum Schönsten der Inseln zählen. Vieles aber spielt sich gar nicht außerhalb ab — die größte Kunst hier ist das Nichtstun mit Aussicht.

Wenn der Tag sich neigt, sammelt sich das Haus zur Weinprobe: Gläser der hauseigenen Malvasia und des Almerita-Schaumweins, dazu Kapern und kleine Häppchen, während die Sonne ins Meer sinkt. Später, im Dunkeln, glüht Stromboli am Horizont — ein stilles Schauspiel, das man von der Terrasse aus verfolgt.

Pressebild — Boote und Inseln vor Salina im Abendlicht
Gegen Abend legen die Boote an, das Licht wird golden, und über dem Wasser zeichnen sich die Umrisse der anderen Äolischen Inseln ab.
Kulinarik

Malvasia, Kapern und das Meer

Capofaro ist ein echtes Weingut, geführt von einer sizilianischen Winzerfamilie, deren Name — Tasca d'Almerita — auf der Insel und weit darüber hinaus für Wein steht. Die Reben rund um die Häuser tragen vor allem Malvasia delle Lipari, jenen goldenen Süßwein, der Salina berühmt gemacht hat; daneben entstehen frische, trockene Weine und ein Schaumwein, die den Ton des Hauses vorgeben.

Im Restaurant Capotavola trifft diese Weinkultur auf eine Küche, die ganz aus der Insel schöpft: Fisch aus dem Tyrrhenischen Meer, Kapern und Gemüse vom eigenen Land, Kräuter, Zitrusfrüchte — sizilianische Aromen, zeitgemäß und unangestrengt zubereitet, abgestimmt auf die Weine des Guts. Ein Sommelier begleitet durch den Keller, ohne je belehrend zu wirken.

Das Essen ist hier kein Beiwerk, sondern das Herz des Tages — ein langer Tisch, gute Gläser, der Blick aufs Wasser. Wer Salina im Glas und auf dem Teller schmeckt, hat die Insel halb schon verstanden.

Fazit

Für wen dieses Haus gemacht ist

Capofaro ist für alle, die Ruhe, Wein und Meer einer großen Inszenierung vorziehen: für Paare und Genießer, die Verfeinerung durch Zurücknahme suchen, gern wandern, schnorcheln, segeln und am Abend ein gutes Glas. Als Mitglied von Relais & Châteaux steht das Haus für gepflegte Gastlichkeit ohne Pomp — klein, persönlich, mit dem Charakter eines arbeitenden Guts.

Wer einen langen Sandstrand vor dem Zimmer, einen Kinderclub oder Nachtleben erwartet, sucht woanders besser. Und man plant mit der Insel: Capofaro öffnet zur warmen Jahreshälfte, etwa vom Frühjahr bis in den Herbst, wenn die Äolischen Inseln in ihrem schönsten Licht liegen. Wer sich darauf einlässt, bekommt einen der stillsten, eigensten Orte des italienischen Südens.

Im Überblick

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