Aitutaki · Cookinseln
Pacific Resort Aitutaki
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Dieselbe Lagune, das andere Ufer: neunundzwanzig Bungalows am Strand, ebenfalls ohne Kinder — leiser im Auftritt, sorgfältiger im Detail.
Motu Akitua · Aitutaki · Cookinseln
Die einzige Privatinsel der Cookinseln, ohne Kinder — und zugleich zwei Fährminuten vom Festland. Abgeschiedenheit, die man jeden Morgen neu wählen kann.
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Der Anflug ist das erste Argument. Eine knappe Stunde von Rarotonga, in einem kleinen Flugzeug, und dann kippt unter dem Fenster etwas ins Bild, für das die Sprache nicht ausreicht: ein Dreieck aus Wasser, eingefasst von einem Riff, und darin so viele Blautöne, dass man aufhört, sie zu unterscheiden. Aitutaki wird die schönste Lagune der Welt genannt. Man kann das für Werbung halten. Vom Flugzeug aus tut man es nicht mehr.
Am Boden fährt ein Wagen ein paar Minuten an den Rand des O'otu-Kanals, und dort wartet eine Fähre. Sie ist klein, sie fährt zwei Minuten, und mit ihr endet das Festland. Was danach kommt, ist ein Motu von der Größe eines großen Gartens — und darauf steht ein einziges Haus.
Zwei Minuten. Das ist das Bemerkenswerte an diesem Ort und der Grund, warum er sich von allem unterscheidet, was man sonst unter Privatinsel versteht. Man ist vollständig abgeschieden — kein Tagesgast, kein Auto, kein Nachbar. Und man ist es freiwillig, weil das andere Ufer in Rufweite liegt. Wer will, sitzt eine Viertelstunde später in einem Dorfrestaurant. Die meisten wollen nicht.
Empfangen wird man mit einem Kia Orana, dem Gruß der Cookinseln, der so viel bedeutet wie „mögest du leben“ — und mit einer Freundlichkeit, die in den Bewertungen dieses Hauses auffällig oft mit Namen genannt wird. Nicht „das Personal war nett“, sondern Jerry, Rose, Titi. Man muss das erlebt haben, um zu verstehen, warum dieses Haus so hoch bewertet wird, obwohl es nicht neu ist.
Und dann steht man am Wasser. Es ist warm, es ist flach, und es hat diese eine Farbe, die man auf keinem Bild glaubt.
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Akitua ist der einzige Motu der Lagune, auf dem ein Haus steht — und das Haus hat ihn ganz. Ringsum Sand, den man hier Champagnersand nennt, weil er heller ist als weiß, dazu Palmen, Buschwerk, ein paar Wege. Man umrundet die Insel in einer Viertelstunde, wenn man trödelt.
Die Lagune, in der sie liegt, ist der Grund für alles. Ein Dreieck aus Riffen, flach, warm, übersät mit kleinen Inseln — darunter Tapuaetai, das berühmte One Foot Island, auf dem eine winzige Poststation steht und einem den Pass mit einem Fußabdruck stempelt. Das ist Folklore. Man macht es trotzdem.
Was dieses Haus von den Häusern Polynesiens unterscheidet, ist die Sprache seiner Bauten. Hier ist nichts französisch. Die Dächer sind mit kikau gedeckt, geflochtenem Kokosblatt, die Wände mit Pandanus-Matten ausgeschlagen, die Kanten mit Kokoshanf gebunden. In den Zimmern stehen Stücke, die auf diesen Inseln von Hand gemacht wurden. Es ist die einzige Adresse Aitutakis, die konsequent polynesisch bleibt, statt eine internationale Hotelsprache zu sprechen.
Und dann eine Ehrlichkeit, die hierher gehört: Dieses Haus ist nicht neu. Gäste loben die Lage, die Ruhe und vor allem das Team — und schreiben im selben Atemzug, dass die Einrichtung in die Jahre gekommen ist, dass an den Becken etwas instand zu setzen wäre, dass das Frühstück nicht ganz mithält. Wer makellose Perfektion sucht, sucht falsch. Wer eine Insel für sich sucht, ist hier richtiger als irgendwo sonst in diesem Land.
Es gibt drei Arten, hier zu liegen, und alle drei haben Wasser vor der Tür. Ein paar Bungalows stehen auf Pfählen über der Lagune — die einzigen ihrer Art auf den Cookinseln. Andere stehen am Sunset Beach, dort, wo die Sonne abends ins Wasser geht, unter Palmen, zwischen denen Hängematten aufgespannt sind. Wieder andere blicken über den Kanal auf das Festland, dessen Palmen man rauschen hört, wenn der Wind aus der Richtung kommt.
Innen ist das Haus polynesisch, nicht poliert. Über einem das geflochtene Dach, an den Wänden Pandanus, an den Kanten Kokoshanf. Geduscht wird draußen, in einem ummauerten Gartenwinkel unter freiem Himmel — nach dem dritten Mal will man nie wieder anders.
Zu jedem Bungalow gehört ein Fahrrad, das man auf einer Insel dieser Größe nicht braucht und trotzdem benutzt. Dazu Kajaks, Bretter, Schnorchelzeug — und die Hängematten zwischen den Palmen, die den Blick auf ein Wasser freigeben, das mit jeder Stunde die Farbe wechselt.
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Der Tag hat hier keine Struktur, die von außen kommt. Er beginnt damit, dass man aus dem Bungalow tritt und die Farbe des Wassers prüft. Danach entscheidet man, ob man ins Kajak steigt, ob man schnorchelt oder ob man das Fahrrad nimmt und einmal um die Insel fährt, was etwa so lange dauert wie ein Lied.
Was das Haus anbietet, ist erstaunlich unpoliert und genau deshalb gut: Man füttert Fische vom Steg, man lernt Ukulele, man flicht Fächer aus Palmblättern, es wird getrommelt, und ja — es gibt ein Krabbenrennen. Nichts davon ist Show für Fotos. Es ist die Art, wie auf diesen Inseln ein Nachmittag vergeht, und man sitzt dabei.
Der große Ausflug führt hinaus in die Lagune, zwischen die Motus, zu Riffen, an denen die Fische stehen, und schließlich auf One Foot Island. Man watet durch knietiefes Wasser von einer Insel zur nächsten, unter sich Sand, ringsum ein Blau ohne Grenze.
Und dann gibt es die Stunden, in denen nichts passiert. Eine Hängematte am Sunset Beach, ein Buch, das man nicht liest, ein Wasser, das flacher schlägt als anderswo, weil das Riff die Wellen weit draußen bricht. Es ist eine sehr ruhige Art von Ruhe.
Am Abend kann man mit der Fähre hinüber. Zwei Minuten, und es gibt Dorf, Kirche, ein Restaurant, Menschen. Man tut es einmal, meistens am dritten Tag — und kommt zurück und ist froh, dass die Fähre in beide Richtungen fährt.
Gegessen wird an einem Ort, und der heißt Flying Boat. Der Name ist kein Einfall eines Marketingbüros, sondern Geschichte: In den fünfziger Jahren landeten hier Flugboote auf der Lagune, auf der Coral Route zwischen Neuseeland und Tahiti. Während getankt wurde, stiegen die Passagiere aus und badeten — es war der eleganteste Zwischenstopp, den die Luftfahrt je hatte. Man sitzt heute mit Blick auf dieselbe Wasserfläche.
Auf dem Teller liegt, was Lagune und Land hergeben: Fisch, tropische Früchte, daneben eine internationale Karte. Es ist solide und frisch — und es ist der Teil dieses Hauses, an dem die Bewertungen am kritischsten sind. Vor allem das Frühstück wird gemessen und besteht nicht immer.
Wer Auswahl will, nimmt die Fähre. Auf dem Festland gibt es Adressen, an denen man einfacher, ursprünglicher und oft besser isst. Dass dieses Haus einen so leichten Ausweg lässt, ist ungewöhnlich — und es nimmt der Sache die Schärfe.
Aitutaki Lagoon ist für Paare, die eine Insel für sich wollen, ohne dafür die Welt aufzugeben. Es ist die einzige Privatinsel der Cookinseln, es hat die einzigen Überwasser-Bungalows des Landes, es nimmt keine Gäste unter sechzehn — und es liegt an einer Lagune, die den Superlativ, den man ihr anhängt, tatsächlich verdient.
Man sollte wissen, worauf man sich einlässt. Das Haus ist nicht neu: Die Einrichtung hat Jahre auf dem Buckel, an der Instandhaltung findet man Kleinigkeiten, und die Küche ist der schwächste Teil. Es gibt ein Restaurant.
Was es dafür gibt, findet man an wenigen Orten: ein Team, das Gäste beim Namen kennt und von Gästen beim Namen genannt wird. Eine Insel, die man in einer Viertelstunde umrundet. Und eine Fähre, die zwei Minuten braucht — sodass die Abgeschiedenheit hier nie ein Käfig ist, sondern eine Wahl.
Direkt beim Haus ansehen — oder gleich als Reise planen.
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