Strandatlas
Pressebild — Aussenansicht / Pool an der Kraterkante

Imerovigli · Santorini · Griechenland

Aenaon Villas

Dort, wo Santorini am schmalsten ist — und am leisesten.

€€€€€

Ankommen

Die Straße, die Fira mit Oia verbindet, lässt man irgendwann hinter sich. Ein schmaler Weg zweigt ab, ein paar weiß getünchte Stufen führen abwärts, und mit einem Mal wird es still. Nicht die versprochene Stille eines Prospekts, sondern eine echte: kein Verkehr mehr, keine Reisegruppe, nur der Wind, der nach Salz und erhitztem Stein riecht, und weit unten das Tiefblau des Kraters, das aussieht, als hätte jemand den Himmel verdoppelt und nach unten geklappt.

Die Koffer trägt man hier nicht selbst. Jemand aus der Familie, die dieses Haus gebaut hat und führt, nimmt sie einem ab, bevor man danach fragen kann; nur die kleine Tasche über der Schulter bleibt einem — die erste von vielen kleinen Aufmerksamkeiten, die man im Lauf der Tage kaum bemerken wird, weil sie nie aufdringlich sind, sondern einfach da.

Der Weg windet sich an weißen Kuben entlang nach unten; das Haus klettert den Hang nicht hinauf, es schmiegt sich in ihn hinein. Dann der erste Schritt ins Kühle: hinter dicken, kalkweißen Mauern, unter einem gewölbten Dach, ist die Mittagshitze plötzlich nur noch eine Erinnerung. Das Licht fällt gefiltert herein. Der Fensterrahmen fasst nichts als Meer.

Und draußen, am äußersten Rand der Terrasse, liegt der Pool so dicht an der Kante, dass das Wasser mit dem Krater zu verschmelzen scheint — als endete die Insel genau hier und ginge unmittelbar in den Himmel über. Man stellt die Tasche ab, atmet einmal langsam aus und merkt, wie der eigene Takt sich dem der Insel angleicht. Ankommen ist hier weniger eine Handlung als ein Nachlassen.

Anzeige · Affiliate-Link

Pressebild — Infinity-Pool & Caldera-Blick
Der Pool an der Kante: Wasser und Krater scheinen ineinanderzulaufen.
Lage, Umgebung & Atmosphäre

Der Balkon der Ägäis, abseits des Trubels

Tritt man vor die Tür, ordnet sich die Insel um einen einzigen Punkt: den Krater, der hier, am höchsten und schmalsten Stück Santorinis, nach Westen ins Bodenlose abfällt. Unten in Fira schiebt sich die Menge der Kreuzfahrt-Tagesgäste durch die Gassen — hier oben, ein Stück nördlich des Dorfkerns von Imerovigli, ist davon nichts zu spüren. Nur Wind, das Klingeln einer fernen Glocke, das eigene Atmen.

Man muss sich nicht entscheiden zwischen Morgen und Abend: Der Ort ist nach allen Seiten offen. Wer früh wach wird, sieht die Sonne im Osten aus dem Meer steigen; abends versinkt sie im Westen hinter dem Vulkan. Gleich nebenan steht der Felsen von Skaros wie ein versteinertes Schiff, und der alte Saumpfad, der seit Jahrhunderten Fira, Imerovigli und Oia verbindet, läuft fast vor der Tür entlang. Lässt am späten Nachmittag die Hitze nach, folgt man ihm an der Kante — eine knappe Stunde lang, immer das Blau zur Seite — bis die ersten weißen Würfel von Oia auftauchen.

Und die Stille ist nicht einfach Abwesenheit von Lärm, sondern etwas Eigenes. Keine Musik kämpft gegen das Meer an, kein Lautsprecher ruft zum Programm. Dass jemand sich kümmert, merkt man weniger daran, was geschieht, als daran, was schon da ist, bevor man es vermisst: die Karaffe Wasser, kühl auf der Terrasse; der beiläufige Satz, von welcher Stelle der Sonnenuntergang heute am schönsten fällt; der Name einer Taverne, die man sonst übersehen hätte. Es ist die Gastfreundschaft einer Familie — der Eigentümer hat das Haus als Ingenieur selbst ersonnen und gebaut —, die da ist, ohne je im Weg zu stehen.

Architektur & Zimmer

Ein Haus aus seinem eigenen Hügel

Drinnen legt man unwillkürlich die Hand an die Wand. Sie ist kühl, während draußen die Mittagshitze flirrt — kalkweiß, dick, an den Kanten weich, als hätte sie jemand mit der Hand geformt. Über einem wölbt sich die Decke zum Tonnengewölbe, dieselbe Bauweise, mit der die Kykladen seit jeher den Sommer ausgesperrt haben, ganz ohne Klimaanlage. Es ist die alte Inselarchitektur, nur leiser weitergedacht: klare Linien, gutes Leinen, und als einziger Farbton das tiefe, sichere Blau der Ägäis in all dem Weiß.

Wer mit den Fingern über die Mauer fährt, spürt es: Hier und da sitzt das dunkle Lavagestein der Insel selbst im Verputz. Es fiel beim Aushub des Hangs an und wurde nicht abgefahren, sondern zurückgebaut. Man wohnt also buchstäblich in dem Hügel, in dem man wohnt — ein Gedanke, der an diesem Ort nachhallt, der nie etwas hinzufügen wollte, was nicht schon da war.

Eine schmale Treppe führt zur Schlafnische unter dem Gewölbe hinauf, wo nachts das Fenster ein Rechteck voller Sterne fasst. In einem Haus knistert abends ein Kamin gegen die kühleren Nächte des Frühjahrs; vor einem anderen liegt ein eigener kleiner Pool, an einem dritten dampft ein Whirlpool unter freiem Himmel. Und doch blickt man von der eigenen Terrasse nie auf die des Nachbarn — so klug ist das Ensemble in den Steilhang gestaffelt, dass jeder seinen Ausschnitt Meer für sich behält. Das ist nicht Zufall, sondern die Handschrift eines Ingenieurs, der hier gebaut hat.

Keines dieser Häuser gleicht dem anderen, keines wirkt wie von der Stange. Man spürt in jedem Winkel, dass hier jemand mit der Hand und mit Bedacht gearbeitet hat — nicht ein Konzern mit einem Katalog.

Pressebild — Gewölbe-Interieur
Pressebild — Lavastein-Mauer

Anzeige · Affiliate-Link

Tagesrhythmus

Ein Tag, der dem Licht folgt

Ein Tag hier hat eine eigene Tonart, und sie folgt dem Licht.

Früh, wenn die Sonne im Osten über das offene Meer steigt, ist das Poolwasser noch kühl und die Welt rosig und leise. Das Dorf wacht ohne Eile auf; ein Boot zieht weit unten eine dünne Linie ins Blau. Es ist die Stunde, in der man die Terrasse für sich allein hat und das Gefühl, der Ägäis beim Atemholen zuzusehen.

Dann steigt die Hitze. Gegen Mittag steht sie flirrend über den weißen Mauern, das Meer wird zu gehämmertem Metall, und man tut, was man auf einer griechischen Insel im Sommer immer tut: Man sucht den Schatten. Hinter den dicken Wänden bleibt es angenehm; auf der überdachten Veranda liest man eine Seite, döst, lässt eine zweite folgen. Die Insel verlangt jetzt nichts.

Am späten Nachmittag wird das Licht weich und golden. Es ist die Zeit für den Weg an der Kante entlang, für einen Sprung ins inzwischen lauwarme Wasser, für den langsamen Aufbruch der Farben. Und dann der Abend, auf den ganz Santorini wartet: Die Sonne sinkt hinter den Vulkan, der Himmel geht von Honig zu Rosé zu einem tiefen Blau über, und nach und nach legen sich die Lichter von Oia und Fira wie eine Kette um den dunklen Krater.

Die Luft wird lau. Man bleibt sitzen, länger als geplant. Es ist still geworden, stiller als am Tag — und diese Stille ist vielleicht das eigentliche Geschenk dieses Ortes.

Pressebild — Frühstück auf der Terrasse
Frühstück nach Wunsch: zur eigenen Stunde, vor dem eigenen Blick.
Kulinarik

Der schönste Tisch ist der eigene

Das Frühstück ist hier weniger eine Mahlzeit als ein Ritual, und das schönste Privileg dabei ist die Wahl: Man bestimmt die Stunde und den Blick. Es kommt auf die eigene Terrasse, zur gewünschten Zeit, und man entscheidet, ob man es der aufgehenden Sonne im Osten oder dem weiten Krater im Westen gegenüber einnimmt.

Was kommt, ist griechisch, kontinental oder amerikanisch, je nach Wunsch — aber das Etikett sagt wenig. Es geht um Joghurt mit Thymianhonig, sonnengereifte Tomaten, warmes Brot, Eier, Obst, einen Kaffee, der nicht hetzt. Man isst langsam, weil es keinen Grund gibt, es nicht zu tun, und sieht dabei dem Tag beim Beginnen zu.

Ein großes Restaurant sucht man vergebens, und das ist Absicht. Wer am Abend privat und nur zu zweit speisen möchte, dem richtet das Haus auf der eigenen Veranda ein Dinner — diskret, mit demselben Blick, der einem schon zum Frühstück gehörte. Ansonsten liegen die Tavernen von Imerovigli und, einen Spaziergang weiter, von Oia bereit. Es ist keine Bühne für Sternearchitektur auf dem Teller, sondern gute Produkte, einfach zubereitet, an einem Ort, den kein Restaurant der Welt nachstellen könnte.

Fazit

Für wen dieses Haus gemacht ist

Aenaon Villas ist kein Hotel, das man bucht, um etwas zu erleben. Es ist ein Haus, das man bucht, um zur Ruhe zu kommen — mit einem der schönsten Ausblicke, die der Mittelmeerraum zu bieten hat, und einer Gastfreundschaft, die aus einer Familie kommt und nicht aus einem Handbuch.

Es ist gemacht für Paare, für Flitterwochen, für Reisende, die langsam reisen und denen Aussicht und Stille mehr bedeuten als Trubel und großes Resort-Programm. Wer Stufen scheut, sollte es wissen: Das Haus ist in den Hang gebaut, es gibt viele Treppen und keinen Aufzug. Wer Kinderclub und Partymeile sucht, ist anderswo besser aufgehoben.

Am stimmigsten ist Aenaon in den Schulterwochen — im späten Frühjahr und im frühen Herbst, wenn das Licht weich ist und die Insel wieder durchatmet.

Im Überblick

Lage
Ruhe
Atmosphäre
Design & Architektur
Kulinarik
Service
Preis€€€€€

Direkt beim Haus ansehen — oder gleich als Reise planen.

Anzeige · Affiliate-Links